Egret Ten V3 X in Schwarz

Hier ein paar Rückmeldungen zu meinem E-Scooter EGRET-TEN nach 9 Wochen und ca. 200km Erfahrung:

Die Verarbeitung

Der Scooter ist sehr gut verarbeitet und unterscheidet sich deutlich von den vielen Billigprodukten auf dem Markt. Die verwendeten Materialien sind stabil und robust. Die beiden Scheibenbremsen sind sehr gut dimensioniert und funktionieren ausgezeichnet. Das Brems- und Rücklicht ist sehr hell und somit gut sichtbar. Das Licht vorne ist eher unterdimensioniert. Es ist nicht sehr hell und der Lichtkegel ist relativ eng, so dass sie Strasse nicht besonders gut ausgeleuchtet wird. Ich empfehle vorne ein zusätzliches LED-Licht. Der Scooter lässt sich schnell zusammenlegen und wieder aufklappen, allerdings sind längere Fussmärsche mit dem Scooter nicht zu empfehlen, die 17.5 Kilo werden rasch anstrengend beim Tragen. Das Display ist belichtet und zeigt den Batterieladestand an, die Geschwindigkeit, die Gefahrenen Kilometer und die gewählte Power-Stufe (Geschwindigkeit). Über das Display kann auch das Rücklicht aktiviert werden, nicht aber das Front-Licht. Der Ständer ist praktisch und funktioniert gut.

Fahrbericht

Der Scooter fühlt sich am wohlsten bei gut ausgebauten Strassen und wenig Steigung Dann schafft er die angegebenen Werte wie Höchstgeschwindigkeit und Reichweite gut. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei mir sogar etwas höher, dafür schaffe ich die angegebene Reichweite von 42 km knapp nicht. Dabei ist natürlich das Zuladegewicht (bei mir knapp 90 Kg) und der richtige Luftdruck in den Pneus sehr entscheidend. Wie bei allen Elektrofahrzeugen reduziert sich die Reichweite markant, bei starken oder langen Steigungen, bei vielen Anfahrten (Beschleunigung von null), und bei höherer Zuladung. Leichte Steigungen sind kein Problem, wird es aber etwas steiler, ist Treten angesagt. Auch weniger gute Fahrbeläge sind eigentlich kein Problem. Sogar ein Kiesplatz wie vor unserem Haus (siehe Bild) ist fahrbar, solange das Kies nicht zu tief ist. Schlaglöcher sind Gift für die kleinen Räder! Die Bremsen verzögern zwar wie ein portwagen, dafür ist die Haftung und der Schwerpunkt bei forschem Bremsen etwas problematisch. Zu starkes bremsen auf dem Vorderrad führ zu einem Überschlag, und das Hinterrad blockiert relativ rasch, da die Reibungsfläche bei den kleinen Pneus halt sehr beschränkt ist.

Mein Tipp: gemütlich auf Stufe 3 (von 5) und vorausschauend fahren, dann ist es absolut ungefährlich.

Der kleine Gasgriff ist etwas gewöhnungsbedürftig. Vielleicht gibt es da mal noch eine bessere Lösung. Die Batterieladung dauert, wie angegeben ca. 4-6 Stunden bis 100%.

Mein Fazit

Alles in allem finde ich das Gerät absolut gelungen und es macht viel Spass und ist wirklich praktisch. Wenn dann mal die richtigen Verkehrsregeln gefunden sind, und sich alle Scooter Fahrer auch daranhalten, dann erachte ich dieses Fortbewegungsmittel als zukunftsträchtig.

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